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Raoul Hausmanns Lautgedicht "fmsbwtzäu" bildete den Ausgangspunkt der Ursonate.
Die Buchstabenfolge war um 1918 durch Versuche mit verschiedenen Drucktypen für Plakate entstanden; 1921 rezitierte Hausmann sie auf der Anti-Dada-Merz-Tournee in Prag. Schwitters begann spätestens 1923 die auswendig gedichteten Improvisationen zu "fmsbwtzäu" zu einer größeren Komposition auszubauen. In verschiedenen eigenen oder internationalen Publikationen veröffentlichte er nach und nach einzelne ihrer Teile und Themen. 1925 ließ Schwitters seinen Vortrag des Scherzo (dritter Teil) der Ursonate aufnehmen und als Grammofonplatte publizieren. Sie erschien als "MERZ 13". 1926 muß die ganze Sonate zumindest in ihrem Grundgerüst festgelegt gewesen sein. Schwitters plante, sie zu drucken. Er entwickelte dazu klare Vorstellungen von Notation und Typografie, die die Laute sowie die Struktur der Komposition leicht und sinnfällig lesbar machen sollten. "i 10" publizierte 1927 diese Partitur des ersten Teils der Ursonate. Die Druckfassung der gesamten Sonate erschien erst 1932 als MERZ-Heft Nr. 24 zusammen mit einer Anleitung zum Lesen. Nach 1945 versuchte Kurt Schwitters in England noch einmal vergeblich eine Tonbandaufnahme der Ursonate zu realisieren, um seine "umfassendste und wichtigste dicherische Arbeit" (Brief vom 16.9.1926) nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Ernst Schwitters las schließlich in den 50er Jahren die gesamte Ursonate für eine Schallplatte, die in einer kleinen Auflage von 100 Stück von der Lord's Gallery in London herausgegeben wurde. |
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