Anna Blume
Merzgedicht 1
    Der Gefangene
 
 
 
  Merzdichtung  
 
  Konkrete Poesie  
 
 
  Der Gefangene
Gedicht 4

Hier darf nicht geschossen werden saure Soße gipfelt in sich selbst. Das Veilchen hat ein Auge, mit dem es grüne Fische wimmern rundum sich eine Leiche von gelben Möven zusammengebacken. (Deutsche Tageszeitung.) Denn meine Frau hat eine sehr salzige Zunge hinten am Zopf wedelt Schwanz saure Sahne. Walter Möhring bröckelt leise Gluten sanften emporgetürmt zerballen wirbelt links (von rechts). Blut kocht in Aderritzen vor Appollinaire um Zacken fußen Berge rechts und links. Rechts und links. Links und rechts. Eins zwei, eins zwei, eins zwei, ein zwei eins der Ton zerwühlen Balken im Auge. Dein Auge, Anna Blume, dein Auge bleibt tränenleer. Du überwältigst zwitschern Apyl seidene Strümpfe können Dame begriffen werden, Gauguins aus die wolkenpumpe nicht. Hans arp schweifen Anna Blume grüne Tanne Pumpe links zwei links zwei links zwei links zwei eins. Links zwei eins. Links zwei eins. Zwei eins. Eins. Acht.


Quelle:
Kurt Schwitters.
Zitiert nach Friedhelm Lach (Hg.): Kurt Schwitters. Das literarische Werk. Bde 1 – 5. DuMont Buchverlag Köln 1974 – 1988. Bd. 1. Köln 1988. S. 79.
 
 
  Anna Blume wird vermerzt  
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