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| SIEBTE SZENE
Liebliche Dorflandschaft vor einer Kirche in der Nähe Berlins. (Ausgangstür einer Kirche, Platz vor der Kirche, links kleines Haus der Familie Rommel.) CHORAL: (aus der Kirche) Herr Jesus hilf aus großer Not Ein grauenvoller Tod uns droht. Der Weltenraum wird unser Grab Die Flamme stürzt auf uns herab Der Teufel läßt für unsere Sünden Uns fürchterlich im Feuer schinden O Herr, wirst Du uns nicht erlösen Sind wir verfallen ganz dem Bösen. Herr Jesus höre unser Flehn! O laß uns noch nicht untergehn! Wie Du des bösen Schicksals Lauf So halten wir die Sünde auf. Und alle wir verfluchten Sünder Verwandeln uns in Gotteskinder Wir werden jubeln, singen, loben Den, der die Sterne lenkt da droben. (Während der Mitte des zweiten Verses kommt Rommel aus dem Hause und sucht, ob er niemanden findet, dem er seine Weisheit anbringen kann. Während die Orgel weiterspielt, öffnet sich die Kirchentür, alle Besucher verlassen die Kirche. Rommel wendet sich an die achtlos Vorübergehenden, an diesen und jenen.) ROMMEL: Revolution, Weltuntergang, Feuer, wo ist die Feuerwehr. O, meine arme Mutter. (Frau Rommel kommt ganz spät als letzte hinter dem Pastor aus der Kirche.) FRAU ROMMEL: Reg Dich doch nicht so auf, mein Sohn! Du bist so bleich, Dein Haar ist so zerzaust. ROMMEL: O, Mutter, morgen sind wir alle tot. FRAU ROMMEL: Es rommelt im Weltenraum, Es trommelt im Birnenbaum, Es geht manches vor, Doch bleibt alles stehn, ROMMEL: Die Welt wird untergehn! FRAU ROMMEL: Sieh diesen Schirm! Acht Jahre ist Dein Vater tot, Und vierzig Jahre waren wir In guter Ehe glücklich still verbunden. ROMMEL: Und vierzig Jahre waret Ihr In guter Ehe glücklich still verbunden. FRAU ROMMEL: Zwei Jahre vor der Ehe kauft ich mir den Schirm. ROMMEL: Zwei Jahre vor der Ehe kauftest Du den Schirm. FRAU ROMMEL: Und wenn son Schirm die fünfzig Jahre hält ... ROMMEL: O, Mutter, ist es so mit unsrer Welt? FRAU ROMMEL: Genau, mein Sohn! ROMMEL: Dann kann die Welt nicht untergehn! FRAU ROMMEL: Genau, wie dieser Schirm nicht bricht ... (Sie stützt sich auf den Schirm, der Schirm bricht ab.) [Fortsetzung auf Seite 14] |
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