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| Öl, Holz, 51 x 12,8 x 11,8 cm
Sockelunterseite (von Aufklebern überdeckt): Kurt Schwitters, Plastik, 1923 [Angabe laut Ernst Schwitters, heute nicht mehr lesbar] Inv.-Nr. D 27 Schwitters’ plastisches Œuvre aus der Zeit vor der Emigration (1937) ist bis auf wenige Ausnahmen zerstört. Neben der begehbaren Skulptur, seinem Merzbau, sind in den ersten beiden Jahrzehnten seines Schaffens zudem nur vereinzelt freiplastische Arbeiten entstanden, über die der Künstler selbstkritisch bemerkte, sie seien „unwesentlich, denn ich habe außer Merzreliefs nichts wesentlich Neues hervorgebracht“ (Friedhelm Lach (Hg.): Kurt Schwitters. Das literarische Werk. Bde 1 – 5. DuMont Buchverlag Köln 1974 - 1988. Bd. 5. Köln 1981. S. 255). Nichts erinnert bei der monochrom bemalten, streng geometrisch aufgebauten Plastik Ohne Titel (Vertikal) an Schwitters’ dadaistisches Werk der vorhergehenden Jahre. Hier befolgt er die Regeln des Internationalen Konstruktivismus und orientiert sich insbesondere an der puristischen Formensprache der ‘Stijl’-Künstler, mit der er sich seit 1921 und erneut auf seiner Hollandreise im Frühjahr 1923 intensiv auseinandersetzte. Die rechtwinklige Aneinanderfügung von Kuben, die an zeitgenössische Architekturmodelle für moderne Hochhäuser erinnert, steht formal den mathematisch-systematischen Konstruktionen von Georges Vantongerloo sehr nahe. Das Werk stammt aus der Sammlung von Til Brugman, einer holländischen Dichterin und Künstlerin, die Schwitters 1923 kennengelernt hatte. Sie übernahm in den folgenden Jahren die Abonnement-Vertretung für Kurt Schwitters’ Merzhefte in den Niederlanden. Provenienz Hannover, Sprengel Museum Hannover, seit 1979 (Leihgabe) – Hannover, Sammlung NORD/LB in der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, seit 1994 (Kauf) – Hannover, Niedersächsisches Landesmuseum, 1969–1979 (Leihgabe) – Lysaker (Norwegen), Ernst Schwitters, 1962–1994 (Kauf) – Basel, Galerie Beyeler, 1961–1962 – Niederlande, Til Brugman, bis 1961? Quelle: Kurt Schwitters. Werke und Dokumente. Verzeichnis der Bestände im Sprengel Museum Hannover. Hrsg. Karin Orchard, Isabel Schulz. Sprengel Museum Hannover 1998. Kat.-Nr. 41. Der Katalog enthält weitere Informationen zu diesem Werk. (Ausstellungen und Veröffentlichungen) |
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