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| Relief, Öl, Glas auf Holz,
66,5 x 48,7 x 28,7 cm (Relief), 82,5 x 70,5 x 35,5 cm (Plexiglaskasten) Rückseite, oben Mitte: Schwitters 1. weißes Relief Inv.-Nr. KA 149/1969 In der Mitte der zwanziger Jahre vollzieht Schwitters in Auseinandersetzung mit den Theorien des Konstruktivismus eine grundlegende stilistische Wandlung. Beeinflußt ist er vor allem durch seine Freunde El Lissitzky, der in Hannover das Kabinett der Abstrakten schuf, und Theo van Doesburg, dem Mitglied der holländischen ‘De Stijl’-Bewegung im Umkreis von Piet ondrian. Vom Geist der Konstruktion, die auch die zeitgenössische Architektur dominiert, mit der sich Schwitters ebenfalls auseinandergesetzt hat, sind neben Bildern wie 7. abstrakte Komposition nicht zufällig vor allem Reliefs (Cicero) und Skulpturen (Ohne Titel (Vertikal)) bestimmt. Ihnen allen liegt die Idee zugrunde, aus ‘konkreten’, das heißt meist geometrischen (Grund-)formen und mit wenigen reinbunten Farben eine ästhetisch ausgewogene Komposition zu schaffen, die als autonomes Werk in der Realität besteht. Das feingliedrige 1. weiße Relief, dessen ursprüngliche Fassung vermutlich bunter war, wird aufgrund seiner reduzierten Bemalung und der verwandten Formensprache mit dem gleichzeitig entstehenden Merzbau in Verbindung gebracht. Ob es einmal Teil des Baues war, ist nicht nachgewiesen. Provenienz Hannover, Sprengel Museum Hannover, seit 1979 (Überweisung) – Hannover, Niedersächsisches Landesmuseum, 1969–1979 (Leihgabe) – Hannover, Städtische Galerie, 1969–1979 (Kauf) – London, Marlborough Fine Art, bis 1969 (Kommission) – Lysaker (Norwegen), Ernst Schwitters, 1948–1969 (Erbschaft) Quelle: Kurt Schwitters. Werke und Dokumente. Verzeichnis der Bestände im Sprengel Museum Hannover. Hrsg. Karin Orchard, Isabel Schulz. Sprengel Museum Hannover 1998. Kat.-Nr. 50. Der Katalog enthält weitere Informationen zu diesem Werk. (Ausstellungen und Veröffentlichungen) |
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