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| Collage, Wasserfarbe und Papier auf Papier auf Karton, 17,7 x 14,2 cm (Bild), 33,1 x 26,9 cm (Passepartout)
unten rechts: Kurt Schwitters 1922. [kaum lesbar] unten links: Mz 387. / Kaltensundheim Inv.-Nr. Sprengel I, 281 Nach 1920, in den klassischen Jahren von Merz, entwickelt Kurt Schwitters seinen typischen, originalen Collagenstil. Bevorzugtes Material ist (neben prinzipiell allen flachen Dingen, wie Draht, Stoff, Federn etc.) bedrucktes Papier jeder Art und jeden Ursprungs, – häufig zu finden sind zum Beispiel Fahrscheine, Briefumschläge und Verpackungen von Zigaretten oder Schokolade. Gerissen oder beschnitten und oftmals mit typografischen Fragmenten bedruckt, werden meist kleinteilige Papierschnipsel zu malerisch aufgefaßten Bildelementen in vielschichtigen Kompositionen zusammengefügt, die bis ins Detail farblich und formal klar durchstrukturiert sind. Die Materialien werden von Schwitters nie gegenständlich konturiert, sondern bleiben abstrakt. Selten zu finden in seinen Collagen sind Reihungen, Symmetrien oder auch nur ein einfaches Aneinanderstoßen von Kanten, stattdessen gibt es kompliziert versetzte Überlagerungen aus geometrischen und taktilen Materialien. Erstaunlicherweise besitzen dabei viele Blätter den Charakter des Zufälligen und Spielerischen, wirken spontan und intuitiv entstanden, – obwohl keine andere Anordnung als die Entstandene möglich erscheint. Provenienz Hannover, Sprengel Museum Hannover, seit 1979 (Überweisung) – Hannover, Niedersächsisches Landesmuseum, 1969–1979 (Geschenk) – Hannover, Bernhard Sprengel, 1956–1969 – Lysaker (Norwegen), Ernst Schwitters, 1948–1956 (Erbschaft) Quelle: Kurt Schwitters. Werke und Dokumente. Verzeichnis der Bestände im Sprengel Museum Hannover. Hrsg. Karin Orchard, Isabel Schulz. Sprengel Museum Hannover 1998. Kat.-Nr. 38. Der Katalog enthält weitere Informationen zu diesem Werk. (Ausstellungen und Veröffentlichungen) |
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