1921 - 1922
Sie wissen wirklich nicht, was Anna Blume ist?!
    Ohne Titel (Ueberall zu haben. Noch ist es nicht zu spät)
 
 
 
  1919 -1920  
 
  1923 - 1924  
 
 
  Blatt 28 (recto) aus dem Gästebuch der Familie Steinitz
Collage, Papier auf Papier,
27,2 x 23 cm
oben rechts: Der lieben Familie Steinitz / von Kuwitter.
linker Rand (quer): Auguste Bolte
unten rechts: Revon / Allemagne

Das Gästebuch von Ernst und Käte (Kate) Steinitz, die seit 1917 bis zur Emigration in die USA 1936 in Hannover lebten, ist ein spannendes und amüsant zu lesendes (kunst-) historisches Dokument, das auf lebendige Weise erzählt, welche hannoveraner und internationalen Künstler, Literaten, Musiker und Intellektuelle in den zwanziger Jahren in der Stadt zusammentrafen. Auch Kurt Schwitters, seit 1918 ein enger Freund der Familie und Patient bei Dr. Steinitz, war regelmäßig in ihrem gastfreundlichen Haus in der Georgstraße 34 und hat (so häufig wie kein anderer) aus Anlaß besonderer Gelegenheiten immer wieder in das Gästebuch geschrieben. Seine Einträge reichen von kurzen, ironisch-humorvollen Unterschriften wie „Kurt Schwitters, Revon, 5 rue Nesuahdlaw“ (am 23.6.1922), „Kurt Schwitters, Bürger und Idiot“ (19.1.1925) oder „Gustav Pfitzer geb und gest. Merz“ (4. 1926, – Gustav Pfitzer war Schwitters’ Spitzname bei den Steinitzkindern) bis zu ganzseitigen Collagen. Geistiger Mittelpunkt und Zusammenhalt der vielfältigen künstlerischen Beziehungen und Zusammentreffen war sicherlich Käte Steinitz, die in Berlin Kunst und Kunstgeschichte studiert hatte und sich sehr für die zeitgenössische Kunst engagierte. Gemeinsam mit Kurt Schwitters veröffentlichte sie 1924 das von ihr illustrierte Kinderbuch Der Hahnepeter. Ein Jahr später erschien im gemeinsam gegründeten Aposs-Verlag das Buch Die Scheuche, bei dessen Gestaltung auch Theo van Doesburg mitgewirkt hat

Provenienz
Hannover, Sprengel Museum Hannover, seit 1977 (Kauf) – Köln, Galerie Gmurzynska, bis 1977 (Kauf) – Los Angeles, Kate Steinitz, 1920–1975


Quelle:
Kurt Schwitters. Werke und Dokumente. Verzeichnis der Bestände im Sprengel Museum Hannover. Hrsg. Karin Orchard, Isabel Schulz. Sprengel Museum Hannover 1998. Kat.-Nr. 40.
Der Katalog enthält weitere Informationen zu diesem Werk. (Ausstellungen und Veröffentlichungen)
 
 
  Ueberall zu haben.  
  Noch ist es nicht zu spät. Merzzeichnung 1922.  
1922
 
 
 
   
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