Merzmalerei
Collagen und Assemblagen
    geklebt in Zürich für Rudolf Jahns
 
 
 
  i-Zeichnungen  
 
  Plastik  
 
 
  Collage, Papier auf Papier,
21,4 x 17 cm (Bild), 32,5 x 24,5 cm (Unterlage)

Inv.-Nr. D 184

Durch Vermittlung von Freunden gab Kurt Schwitters am 24. Februar 1928 einen Merzabend im Atelier des Malers Rudolf Jahns (1896–1983) in Holzminden. Begeistert von den dort gesehenen abstrakten Bildern forderte Schwitters Jahns auf, als fünftes Mitglied (neben Carl Buchheister, Hans Nitzschke und Friedrich Vordemberge-Gildewart) bei der kurz darauf gegründeten Künstlervereinigung „die abstrakten hannover“ mitzuwirken. Der Zusammenschluß erfolgte vor allem mit dem Ziel, gemeinsam bessere Förderungs- und Ausstellungsmöglichkeiten zu erreichen. In den folgenden Jahren entwickelte sich ein freundschaftlicher Kontakt zwischen Schwitters und Jahns, die bei zahlreichen Gruppenausstellungen gemeinsam vertreten waren. Einige Wochen nachdem Schwitters aus Anlaß seiner Beteiligung an der Ausstellung „Abstrakte und Surrealistische Malerei und Plastik“ in Zürich gewesen war, hielt er am 28. November 1929 in Holzminden einen Vortrag über Typografie, dem anschließend wiederum ein Merzabend im Atelier von Jahns folgte. Aus diesem Anlaß schenkte Schwitters seinem Kollegen im Tausch gegen ein kleines Temperabild zwei Merzzeichnungen, darunter diese ihm gewidmete, spannungsvoll-kontrastreiche Komposition, die in Zürich entstanden war.

Provenienz
Hannover, Sprengel Museum Hannover (Leihgabe) – Detmold, Barbara Roselieb-Jahns, seit 1983 (Erbschaft) – Holzminden, Rudolf Jahns, 1929–1983 (Tausch)


Quelle:
Kurt Schwitters. Werke und Dokumente. Verzeichnis der Bestände im Sprengel Museum Hannover. Hrsg. Karin Orchard, Isabel Schulz. Sprengel Museum Hannover 1998. Kat.-Nr. 63.
Der Katalog enthält weitere Informationen zu diesem Werk. (Ausstellungen und Veröffentlichungen)
 
 
  geklebt in Zürich  
  für Rudolf Jahns.
Merzzeichnung 1929
 
1929
 
 
 
   
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