Merzmalerei
Collagen und Assemblagen
    Merz 1926,3. Cicero
 
 
 
  i-Zeichnungen  
 
  Plastik  
 
 
  Merzrelief
Öl auf Holz auf Holz,
68,3 x 49,9 x 8,1 cm
Rückseite, oben Mitte: Merz / 1926,3. Cicero

Inv.-Nr. D 11

Den Sommer 1926 verbringt Kurt Schwitters im Haus des jungen ungarischen Malers Lajos d’Ebneth in Kijkduin an der holländischen Küste. [...] Die klar gegliederten Kompositionen bilden den Höhepunkt seines „neuen, eindeutigen Ausdrucks“ (Friedhelm Lach (Hg.): Kurt Schwitters. Das literarische Werk. Bde 1 – 5. DuMont Buchverlag Köln 1974 - 1988. Bd. 5. Köln 1981, S. 253), mit dem Schwitters die schließlich gelungene Synthese zwischen den das Werk der vorhergehenden Jahre bestimmenden Polen Dadaismus und Konstruktivismus meint. Die Bilder besitzen trotz ihrer Strenge, nicht zuletzt aufgrund der bunten Farbigkeit und manches skurrilen Fundstücks eine für Schwitters typische heiter-verspielte Leichtigkeit und Poesie. Nach ihm sind sie „immer noch Merz, denn ich habe mich immer noch anregen lassen durch irgendwelche nicht von mir selbst geformte Einzelheit. Aber es sind doch so wenige Anregungen, und die kontrapunktische Durcharbeitung ist so hauptsächlich, daß man die Arbeiten zuerst als Kompositionen und erst in zweiter Linie als Merz betrachten sollte.“ (Ebd.)
Bei Cicero läßt die Art der dichten, sich überschneidenden Kombination von rechtwinkligen und runden Formen an Einflüsse von Willi Baumeister denken, dessen ‘Mauerbilder’ Kurt Schwitters in den
Jahren zuvor in Hannover und Berlin gesehen hat. Der Titel des Bildes ist eine Anspielung auf den gleichnamigen Schriftgrad von zwölf typografischen Punkten und Hinweis auf Schwitters’ Arbeit als Grafiker.

(s.a. Seite 2]
 
 
  Cicero. Merz 1926,3  
  Relief 1926  
1926
 
 
 
   
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