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| Assemblage
77,5 x 25,5 Köln, Museum Ludwig Bei dieser, kurz vor der Flucht aus Norwegen entstandenen, Assemblage ist an die Stelle früherer dadaistischer und konstruktivistischer Komposition weiches plastisches Modellieren mit Farbe und Material getreten. Aus einer malerischen Grundlage klar gegeneinander abgegrenzter, aber doch Volumen bildener Farbflächen schälen sich Schicht für Schicht eine Glasscherbe und ein Holz"stempel" heraus. Farbwahl- und behandlung korrespondieren in der Ambivalenz von scharfen Kanten, weichen Schwüngen und lasierendem Auftrag mit Holzstück und Glasscherbe. Die Transparenz des Glases und die Reflektionen des lackierten Holzes erinneren an Schwitters Gedanken über das Licht, die er in dieser Zeit formulierte: Licht sei ein wesentliches formbildendes Element und etwas Verbindendes zwischen Natur und Kunst. In seinen norwegischen Jahren hat Schwitters Natur nicht nur gemalt, sondern auch fotografiert und war dabei besonders an Makrostrukturen von Steinen, Pflanzen, Wasserbewegungen etc. interessiert. Vor dem Hintergrund solcher Auseinandersetzungen mit Licht und Kleinststrukturen, scheint die "Glasblume" eine Verbindung zwischen den norwegischen Naturbildern und Merz herzustellen. |
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