Merzmalerei
Collagen und Assemblagen
    Merzbild 46a
 
 
 
  i-Zeichnungen  
 
  Plastik  
 
 
  Assemblage, Öl, Holz, Metall
und diverse Materialien auf Pappe, 47 x 35,8 cm, 55 x 43,8 x 17,2 cm (Plexiglasrahmen)
unten rechts: KS / 21

Inv.-Nr. KA 146/1969

Der Materialumgang beim reliefartigen Kegelbild ist ein völlig anderer als beispielsweise beim Merzbild Einunddreissig und relativ selten bei den frühen Assemblagen von Kurt Schwitters. Die meist noch intakten, dreidimensionalen Gegenstände (vorwiegend Spielzeug seines damals dreijährigen Sohnes Ernst) sind der bildlichen Darstellung nicht untergeordnet, sondern stehen völlig für sich alleine auf der neutralen Bildfläche. Der simulierte Kegelwurf, dem der Charakter des Zufälligen anhaftet, unterliegt jedoch kompositorischen Spielregeln. Die beiden versetzten Winkel, in denen die liegenden Kegel sowie die zwei langen Kanthölzer zueinander stehen, bilden, wie auch die farbig dominanten Kreise, das formale Grundgerüst. Entscheidend ist das Dreieck-Klötzchen plaziert: seine linke Seitenkante (auf der ein Tier spaziert) markiert die Bildsenkrechte und steht
in Bezug zum waagerechten Langholz; seine Längsseite schafft eine Diagonale, die auf den Kegel oben links antwortet; die Spitze seines rechten Winkels schließlich scheint die Ordnung der Mittelgruppe ‘durchmischt’ zu haben.

Provenienz
Hannover, Sprengel Museum Hannover, seit 1979 (Überweisung) – Hannover, Niedersächsisches Landesmuseum, 1969–1979 (Leihgabe) – Hannover, Städtische Galerie, 1969–1979 (Kauf) – Lysaker (Norwegen), Ernst Schwitters, 1948–1969 (Erbschaft)


Quelle:
Kurt Schwitters. Werke und Dokumente. Verzeichnis der Bestände im Sprengel Museum Hannover. Hrsg. Karin Orchard, Isabel Schulz. Sprengel Museum Hannover 1998. Kat.-Nr. 31.
Der Katalog enthält weitere Informationen zu diesem Werk. (Ausstellungen und Veröffentlichungen)
 
 
  Das Kegelbild  
  Merzbild 46a 1921  
Das Kegelbild 1921
 
 
 
   
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