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| Öl auf Pappe, 90 x 60 cm,
92,8 x 62,8 cm (Originalrahmen), 102 x 72 cm (äußerer Rahmen) unten links: KS 19 Laut Auskunft von Frau Margarete Beeck, Celle, besuchten Kurt Schwitters und Julius Beeck (1886–1952) dasselbe Gymnasium in Hannover. Julius Beeck ging nach Beendigung seiner Lehrzeit nach Montreux (Schweiz), anschließend nach Aachen und Rom, wo er sich bis 1912 aufhielt. Kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam er nach Hannover zurück und arbeitete in einer Buchhandlung, wo Kurt Schwitters ihn nach Kriegsende wiedertraf. Es folgten häufige Besuche in der Waldhausenstraße bei Schwitters, wo auch das Porträt entstand. Der expressionistisch beeinflußte Malstil des Bildes zeichnet sich durch einen pastosen Farbauftrag aus, der mit kontrastreich gegeneinandergesetzten breiten Pinselstrichen arbeitet. Die schwarzen Konturen und kantigen Farbflächen betonen die hagere Gestalt des Dargestellten. Seine legere, zugewandte Haltung und der aufgeschlossen wirkende Blick lassen auf das persönliche Verhältnis zwischen Maler und Porträtiertem schließen. Die Lichtführung akzentuiert Mimik und Gestik, in denen Schwitters über die äußere Erscheinung des Dargestellten hinaus, sein Wesen zu erfassen sucht. Das handschriftliche Manuskript des dadaistischen Trinkspruchs „Ziereviere“, den Kurt Schwitters für Julius Beeck in den zwanziger Jahren verfaßte, befindet sich im Kurt Schwitters Archiv. Provenienz Hannover, Sprengel Museum Hannover, seit 1983 (Leihgabe) – Celle, Bomann-Museum, seit 1953 (Kauf) – Celle, Privatsammlung, 1919–1952 (Geschenk des Künstlers?) Inv.-Nr. D 166 Quelle: Kurt Schwitters. Werke und Dokumente. Verzeichnis der Bestände im Sprengel Museum Hannover. Hrsg. Karin Orchard, Isabel Schulz. Sprengel Museum Hannover 1998. Der Katalog enthält weitere Informationen zu diesem Werk. (Ausstellungen und Veröffentlichungen) |
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