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| Öl auf Pappe, 69,8 x 49,5 cm,
82,1 x 62,3 cm (Originalrahmen) unten links: KS / 17 Rückseite, oben Mitte: Abstraktion Nr. II (die Gewalten) S / K. Schwitters 1917 / September / Sezession Hannover, Febr. 18. / Sturm Berlin, Juni 18. / 750 M / 600 / 750 M In den Jahren 1917/18 verändert sich die Malerei von Kurt Schwitters grundlegend. In kurzer Zeit findet eine intensive Auseinandersetzung mit Kubismus, Expressionismus und Futurismus statt. Prägende Eindrücke erhält er durch die Werke und Theorien zahlreicher in der Galerie „Der Sturm“ von Herwarth Walden in Berlin gezeigter Künstler, wie Kandinsky und Marc, Feininger oder Boccioni. Sie beeinflussen die Anfänge seiner zunehmend abstrakten Malerei, in der er mit verschiedenen Versionen eines kubo-expressionistischen Stils experimentiert. Abstraktion Nr. II (die Gewalten) ist im September 1917 als eine der ersten von insgesamt circa fünfzig Abstraktionen entstanden, die meisten davon in denselben dunklen blaugrünen und violetten Farbtönen gehalten. Mit der Abstraktion verbindet sich hier bei Schwitters immer ein bestimmter (oft melancholisch wirkender) Stimmungsgehalt. In diesen Jahren stellt für ihn, wie er rückblickend resümiert, nicht mehr der Eindruck, sondern der Ausdruck, den ein Bild vermittelt, Sinn und Zweck der Kunst dar. „Der Ausdruck eines Bildes ist aber doch so wesentlich, daß es sich lohnt, ihn konsequent zu erstreben. Jede Absicht, Naturformen wiederzugeben, beeinträchtigt die Kraft der Konsequenz in dem Herausarbeiten eines Ausdrucks. Ich verzichtete auf jede Wiedergabe von Naturelementen und malte nur mit Bildelementen. Dieses sind meine Abstraktionen. Ich stimmte die Elemente des Bildes untereinander ab, [...], aber nicht zum Zwecke der Naturwiedergabe, sondern zum Zwecke des Ausdrucks.“ (Friedhelm Lach (Hg.): Kurt Schwitters. Das literarische Werk. Bde 1 – 5. DuMont Buchverlag Köln 1974 - 1988. Bd. 5. Köln 1981. S. 76) Provenienz Hannover, Sprengel Museum Hannover, seit 1979 (Überweisung) – Hannover, Niedersächsisches Landesmuseum, 1969–1979 (Leihgabe) – Hannover, Städtische Galerie, 1969–1979 (Kauf) – London, Marlborough Fine Art, bis 1969 (Kommission) – London, Lord’s Gallery, 1958 (Kommission?) – Lysaker (Norwegen), Ernst Schwitters, 1948–1969 (Erbschaft) Inv.-Nr. KA 141/1969 Quelle: Kurt Schwitters. Werke und Dokumente. Verzeichnis der Bestände im Sprengel Museum Hannover. Hrsg. Karin Orchard, Isabel Schulz. Sprengel Museum Hannover 1998. Der Katalog enthält weitere Informationen zu diesem Werk. (Ausstellungen und Veröffentlichungen) |
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