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| Lithografie, Papier, 18,1 x 13,8 cm (Bild), 21,9 x 16,7 cm (Blatt)
unten links: Kurt Schwitters. 1919. / für Robert Michel. Inv.-Nr. D 250 Die abstrakte Lithografie ist ein seltenes Beispiel für Schwitters frühe, experimentierfreudige druckgrafische Arbeit, in der er nach neuen technischen Möglichkeiten sucht. In diesem Fall nagelt er Lederreste auf eckige Holzklötzchen, die er zu einer Komposition anordnet. Mit Farbe bestrichen fertigt er davon einen Papierabzug und druckt diesen, solange die Farbe noch naß ist, wiederum auf den Lithostein ab, der damit zum Druckstock wird. Der Reiz des Abzugs besteht im Nuancenreichtum der Hell-Dunkel-Werte, die aufgrund der verschiedenen Ebenen in der genagelten Druckvorlage entstehen. Die Spuren der handwerklichen Fertigung und die Oberflächenbeschaffenheit der verwendeten Materialien werden durch das technische Verfahren zu abstrakten Strukturen verfremdet. Bis 1987 galt die Lithografie in der Literatur als verschollen; inzwischen sind diverse Exemplare bekannt. Provenienz Hannover, Sprengel Museum Hannover, seit 1987 (Leihgabe) – Hamburg, Privatsammlung, seit 1983 (Erbschaft) – Vockenhausen, Robert Michel, bis 1983 Quelle: Kurt Schwitters. Werke und Dokumente. Verzeichnis der Bestände im Sprengel Museum Hannover. Hrsg. Karin Orchard, Isabel Schulz. Sprengel Museum Hannover 1998. Kat.-Nr. 23 Der Katalog enthält weitere Informationen zu diesem Werk. (Veröffentlichungsgeschichte und DISKUS obj-Nr.) |
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