Ma - Me
Madonna - Mz. 600
    Hans Richter - Zustand 1925 - 1928
 
 
 
  L  
 
  Mi - Mz  
 
 
  [...] ich sah, daß die ganze Plastik ein Kompositum von Höhlen war. [...] Da war in der Tat eine Mondrian-Höhle, eine Arp-, eine Gabo-, eine Doesburg-, Lissitzky-, Malewitsch-, Mies van der Rohe-, Richter-Höhle. Eine Höhle für seinen Sohn, für seine Frau. Jede Höhle enthielt sehr persönliche Lebens-Details von allen diesen Leuten. [...]

Als ich dann drei Jahre später [ca. 1928. Anm.d.Red.] wieder zu ihm [Schwitters. Anm.d.Red.] kam, war die Säule völlig verändert.
All die kleinen Höhlen und Ausbuchtungen, die wir damals ‚bewohnt‘ hatten [stellvertretend durch persönliche Andenken], waren nicht mehr sichtbar. "Sind jetzt alle tief drinnen", erklärte Schwitters. Sie waren in der Tat zugedeckt von dem monströsen Wachstum der Säule, bedeckt von anderen plastischen Ausdrücken, neuen Leuten, neuen Formen, Farben und Details. Eine Vegetation, die niemals aufhört.
Und wenn die Säule früher mehr oder weniger konstruktivistisch aussah, so war sie jetzt mehr gekurvt.


Quelle:
Hans Richter: Kunst und Anti-Art. Köln 1964. S.156/ 157
 
 
  Merzbau 1926 - 1932  
  Fortführung der geometrisierenden Konstruktion in eher gerundeten Formen
 
 
 
 
   
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