Plastik
Von Dada und Konstruktion zur organischen Form
    Ohne Titel (Opening Blossom)
 
 
 
  Merzmalerei  
 
  Merzbau  
 
 
  Öl, Gips, 12,2 x 8,5 x 5,1 cm

Inv.-Nr. D 172

Im norwegischen, wie auch in den letzten Jahren des englischen Exils, als Kurt Schwitters sich viel in der Natur aufgehalten hat, besteht sein verwendetes Material häufig aus Versatzstücken der Natur, wie Kieselsteinen, Knochen oder angeschwemmten Hölzern. Entsprechend verändert sich auch die Formensprache seiner in diesen Jahren zahlreich entstandenen Plastiken abstrakter Tier- und Pflanzenmotive. Gerundete (handschmeichelnde), organisch wachsende und schwellende Formen charakterisieren viele der kleinen Gipse, die nicht länger auf einem Sockel plaziert sind, sondern kreatürlich daliegen oder -stehen. Nicht immer ist mit Sicherheit zu unterscheiden, ob der Künstler beim Modellieren der Naturformen von realen Fundstücken ausging oder vollkommen frei plastisch gestaltete. Die kräftige, reinbunte Bemalung einzelner Flächen innerhalb der monochromen Fassungen akzentuiert Öffnungen und Abschlüsse als geometrische Formen. Ohne Titel (Opening Blossom) schenkte Kurt Schwitters seinem Sohn Ernst 1944 zum 26. Geburtstag.

Provenienz
Hannover, Sprengel Museum Hannover, seit 1982 (Leihgabe) – Hannover, Sammlung NORD/LB in der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, seit 1994 (Kauf) – Lysaker (Norwegen), Ernst Schwitters, 1948–1994 (Erbschaft)


Quelle:
Kurt Schwitters. Werke und Dokumente. Verzeichnis der Bestände im Sprengel Museum Hannover. Hrsg. Karin Orchard, Isabel Schulz. Sprengel Museum Hannover 1998. Kat.-Nr. 92.
Der Katalog enthält weitere Informationen zu diesem Werk. (Ausstellungen und Veröffentlichungen)
 
 
  Opening Blossom  
  1943/ 1944  
1943/ 1944
 
 
 
   
 Plastik