Plastik
Von Dada und Konstruktion zur organischen Form
    John Elderfield - Licht modelliert plastische Landschaften
 
 
 
  Merzmalerei  
 
  Merzbau  
 
 
  Die Hauptwand der Merzbarn, an der er arbeitete, war etwa 4,50 Meter lang und 2,40 Meter hoch, lag an der der Tür gegenüberliegenden Wand der rechteckigen Scheune und war deshalb besser beleuchtet als der Rest des Raumes.
Unter schwierigen Verhältnissen (die Tür und die Fenster waren anfangs offen und boten keinen Schutz vor dem Wetter, und das Dach war so undicht, daß das Wasser über den kahlen Fußboden strömte) bedeckte er den größten Teil dieser Wand mit Gips, den er in einer Art Flechtwerktechnik mit Zweigen, Draht, Bambusstäben und ähnlichen Materialien verstärkte. Einige Teile der Wand wurden mit Gipskartonplatten zu Rippen und flachen Plateaus ausgebaut, die organisch dem kleinen Fenster im Dach entgegenzuwachsen schienen.
Sie erinnern an ähnliche Formen in der Assemblage “Glass Flower” von 1940, aber während viele der Rundungen und Ausbuchtungen, die das Blumenbild umgeben, gemalte Illusionen sind, sind sie hier real. In der rechten Ecke drängen die modellierten Rippen aufwärts zum Licht.
[...] das Relief in der Merzbarn gleicht einer abstrakten, vom Licht belebten Relief-Landschaft.


Quelle:
John Elderfield: Kurt Schwitters. Düsseldorf 1987. S. 244
 
 
  Steinscheune mit Relief  
  Merz Barn - Innenplastik  
Glasblume (Glassflower) 1940
 
 
 
   
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