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Seine Leidenschaft führte ihn dazu, von der Straße allerlei Objekte aufzuheben, auch aus Aschenbechern und Papierkörben, selbst wenn sie nicht gerade angenehm rochen. Er "erwarb" auch Dinge, die er brauchte, auf eine besondere "Schwitters-Weise".
Eines Tages, als wir im Trambahnanhänger zu meinem Atelier im Grunewald fuhren, wo er oft übernachtete, wenn er in Berlin war, sah ich Schwittters mit den Händen auf dem Rücken an der Tür, die zum Innern des Wagens führte, herumwackeln. Als ich ihn fragte, was er da mache, winkte er ärgerlich ab, und dann plötzlich, obgleich wir noch weit von unserem Endziel waren, sprang er von der Trambahn ab. Da es hoffnungslos war, den Zweihundertpfünder zu halten, sprang ich ihm nach. Zuerst antwortete er nicht auf meine ärgerlichen Vorhaltungen, aber dann zeigte er mir als Erklärung sehr stolz das fünfundzwanzig Zentimeter große Emailschild "Rauchen verboten", das er mit einem immer bereiten kleinen Schraubenzieher rücklings von der Tür abgeschraubt hatte. Für derartige Gelegenheiten trug er stets solches künstlerisches Diebeshandwerkszeug bei sich. Das Emailschild wurde dann in einem Merzbild verarbeitet, das in meinem Atelier hing, bis ich Deutschland verließ.
Quelle:
Hans Richter. Dada Profile. Zürich 1961. S. 98. |
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Schwitters auf Materialsuche |
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Anekdoten |
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| Frühlingstür. 1938 |
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