Merzen ist mir ja fürs Leben so wichtig ...  
Anmerkungen zum Stellenwert des Merzens im Raum  
 
 
  Lebenswerk  
 
  Architektur und Bühne>  
 
 
  Neben den drei von Schwitters selbst ausdrücklich zu Merzbauten erklärten Räumen, gibt es mindestens zwei weitere Orte, an denen Kurt Schwitters sich seinen Lebensraum merzend aneignete.
Auf der Insel Hjertoya im Moldefjord in Norwegen verbrachte Schwitters während der 30er Jahre die Sommermonate. Er pachtete eine kleine Hütte, und diese bewohnte und bearbeitete er, in einer den Anfängen des ersten Merzbaues vergleichbaren Weise: mit Zeitungsausschnitten und objèts trouvées wurden Wände und Türen collagiert, Holz und Drahtkonstruktionen bildeten abstrakte plastische Formen aus.
Die zum täglichen Leben in der kleinen Hütte notwendigen Einrichtungsgegenstände, einfache Kisten und Regale, wurden einbezogen in die plastische Gestaltung - auf Hjertoya lebte Schwitters im gemerzten Raum.

Nach der Flucht von Norwegen nach England wurde Schwitters für insgesamt 17 Monate interniert, davon etwa ein Jahr in einem Lager auf der Isle of Man. Hier stand ihm eine Dachkammer als Schlaf- und Arbeitsraum zur Verfügung. Und hier entstanden plastische Arbeiten, die sehr an die ersten Merzsäulen im hannoverschen Atelier erinnern.
 
 
  17.12.1939 -> Kurt Schwitters  
  Brief an Annie Müller-Widmann  
 
 
  Vermerztes Sommerhäuschen -> Kurt Schwitters  
  Auf Hjertoya  
 
 
  und Merzbau wieder zurücklassen -> Merzbau Lysaker/ Oslo, Norwegen  
  Zweite Flucht vor den Nationalsozialisten  
 
 
  Porridge-Plastiken -> Biografie: Juni 1940 - Dezember 1941  
  Atelier im Internierungslager  
 
 
 
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