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Während und nach seinem Studium in Dresden betrieb Kurt Schwitters zunächst ausschließlich Malerei in akademischer Tradition. Selbst Einflüsse der ebenfalls in Dresden beheimateten Maler der Künstlergruppe "Die Brücke" sind in seinen Arbeiten zunächst nicht zu finden. Die frühen romantisierenden Arbeiten zeigen ein Bemühen um naturalistische Wiedergabe, besonders die Landschaften sind vom Interesse am Impressionismus geprägt.
Erst ab 1917 setzte sich Schwitters mit Expressionismus, Futurismus und Kubismus auseinander. Es entstanden nun Bilder mit einer von der Natur abweichenden, kontrastreichen Farbgebung, dynamischere Kompositionen und Bildausschnitte sowie erste Abstraktionen.
Die Jahre bis um 1918/ 1919 lassen sich charakterisieren als eine Phase, in der Schwitters verschiedene, teilweise schon konventionell gewordene stilistische Entwicklungen erprobte.
Der wichtigeste Impuls, den er aus der Auseinandersetzung mit dem Impressionismus, mitnahm, war die Entdeckung des Bildes als Bild - als optisches Bild vor dem Auge des schauenden Menschen sowie als bemalte Oberfläche. Nicht mehr die Natur selbst, sondern der von Licht, Schatten und Prismen gebildete "Eindruck" des Malers und die Farbe und ihre Verteilung auf der Fläche der Leinwand wurden zum Gegenstand der Malerei.
Der Expressionismus ging einen Schritt weiter und vollzog die Autonomie der Farbe im Bild. Farben brauchten keinen in der Natur vorkommenden Gegenstand mehr zu repräsentieren, sondern waren nach erwünschten "Ausdruckswerten" des Bildes gewählt und verselbständigten sich zu Kompositionen von kontrastreichen Linien und Flächen. Solche Verselbständigung von Farbflächen löste auch die Naturformen auf, führte zu bildeigenen Proportionen und zu vom Gegenstand abstrahierenden Formen.
Diese Auffassungen vom Bild als zu bearbeitende Fläche bilden die Voraussetzungen für die "Merzmalerei". |
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Brücke
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Öl auf Holz um 1911 / 1919 |
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