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Die Druckgrafik spielte im Gesamtwerk Schwitters eher eine untergeordnete Rolle. Lediglich zwischen 1919 und 1923 stellte er Lithografien her, die Zahl der Arbeiten ist vergleichsweise gering, theoretische Äußerung fehlen ganz.
Daß Schwitters dennoch bemüht war, Merz auch in dieser Technik auszuprobieren zeigen vor allem eine "Lithographie (Für Robert Michel)" von 1919 sowie die Litho-Mappe, die 1923 als MERZ Heft 3 erschien. Im ersten Fall dienten auf Holz aufgenagelte Lederstücken als Druckstock. Möglicherweise wurde der Druck zunächst noch auf Stein übertragen und dann erst abgezogen - eine Lithografie "im Holzschnittstil".
Die 6 "Lithos" der Merz-Mappe bedienen sich ebenfalls eines collagierten Trägers: Schwitters nahm frische Offsetbögen aus der Druckerei, zerschnitt sie und legte die Teile mit ihrer frischen Farbe auf den Stein. So enstand eine "auf Stein gemerzte Collage", die eine Brücke zwischen handwerklicher Tradition und moderner maschineller Drucktechnik schlug. |
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MERZ 3
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Kurt Schwitters: 6 Lithos auf den Stein gemerzt. |
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i-Zeichnungen
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Ready-mades aus der Druckerei |
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